Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus catharica)
Der Purgier-Kreuzdorn ist ein robuster heimischer Strauch, der sich besonders für naturnahe Hecken und strukturreiche Pflanzungen eignet. Er kommt mit sehr unterschiedlichen Böden zurecht, verträgt Hitze und Trockenheit und bietet mit seinen Blättern und Früchten Nahrung für zahlreiche Tiere.
Standort: anspruchslos; sonnig bis halbschattig, bevorzugt viel Licht; trocken bis feucht, hitzeverträglich und an unterschiedliche Böden anpassungsfähig
Wuchs: langsam wachsender, sommergrüner Strauch oder Kleinbaum, meist 3 bis 6 m hoch; frei wachsend ausladend, in Hecken gut begrenzbar; als Tiefwurzler bodenfestigend
Blüte: Mai bis Juni, kleine, unscheinbare gelblich grüne Blüten
Frucht: schwarzviolette bis schwarze Steinfrüchte; für den menschlichen Verzehr ungeeignet und schwach giftig
Ökologischer Wert: Die Blätter sind Raupenfutter für mehrere Tagfalterarten, darunter Zitronenfalter und Kreuzdorn Zipfelfalter. Die Früchte werden von verschiedenen Vogelarten wie Amseln und Drosseln gefressen. Das dichte Gehölz bietet außerdem Schutz und Rückzugsmöglichkeiten.
Verwendung: für naturnahe Hecken, Landschaftsgehölzpflanzungen und Vogelschutzhecken sowie zur Bodenfestigung an geeigneten Standorten
Schnitt: als Heckengehölz gut schnittgeeignet; bei Bedarf kann er im zeitigen Frühjahr ausgelichtet oder in Form geschnitten werden.
Besonderheiten: Früchte und Rinde wurden früher als Abführmittel genutzt, die Früchte außerdem zum Färben. Das harte Holz eignet sich für Drechselarbeiten.
Zu diesem spannenden Gehölz gibt es eine Wildgehölz-Monografie. Alle unsere Monografien sind hier zu finden: regionale-gehoelze.at/wissenswertes/monografien