Gewöhnlicher Liguster, Gewöhnliche Rainweide (Ligustrum vulgare)
Der Gewöhnliche Liguster ist die einzige in Europa heimische Ligusterart und ein echter Klassiker für dichte, lebendige Hecken. Er wächst kompakt, verträgt regelmäßigen Schnitt sehr gut und behält in milden Wintern einen Teil seines Laubes. Im Sommer erscheinen duftende weiße Blüten, später folgen schwarze Früchte, die lange am Strauch bleiben und von Vögeln gerne gefressen werden.
Standort: relativ anspruchslos; sonnig bis halbschattig, in höheren Lagen bevorzugt warme und kalkreiche Standorte
Wuchs: sommergrüner, dicht belaubter Strauch, etwa 1 bis 3 m hoch; in milden Wintern bleibt ein Teil der Blätter bis zum neuen Austrieb erhalten; bildet ein dichtes, flach streichendes Wurzelsystem und Ausläufer
Blüte: Juni bis Juli, weiße, duftende Blüten in etwa 5 cm großen Rispen; wertvoller Sommerblüher
Frucht: schwarze, lange haftende Beeren; für Menschen schwach giftig, für zahlreiche Vogelarten eine beliebte Nahrung
Ökologischer Wert: Die Blüten werden von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht. Auch als Raupenfutterpflanze ist der Liguster wertvoll, unter anderem für den Ligusterschwärmer. Die Früchte dienen Vögeln als Nahrung, die dichte Verzweigung bietet Schutz und Nistmöglichkeiten.
Verwendung: besonders gut für dichte Sichtschutz- und Formhecken, außerdem für naturnahe Hecken, Unterpflanzungen und zur Bodenbefestigung an Böschungen
Schnitt: sehr schnittverträglich; regelmäßiger Schnitt fördert eine besonders dichte Verzweigung und hält die Hecke kompakt
Besonderheiten: Durch sein dichtes Wurzelwerk und die Ausläuferbildung eignet sich der Liguster gut zur Bodenbefestigung. In milden Wintern bleibt ein Teil des Laubes erhalten und sorgt länger für Sichtschutz.