Gewöhnliche Heckenkirsche, Beinholz (Lonicera xylosteum)
Die Gewöhnliche Heckenkirsche ist ein unkomplizierter, raschwüchsiger Wildstrauch für naturnahe Hecken und Gehölzpflanzungen. Ihre paarweise angeordneten, weißgelben Blüten duften süßlich und bieten vielen Insekten Nahrung. Im Herbst folgen leuchtend rote Beeren, die besonders bei Vögeln beliebt sind.
Standort: anspruchslos; sonnig bis halbschattig, auch für den Unterwuchs lichter Gehölze geeignet; bevorzugt frische, nährstoffreiche, tiefgründige und häufig kalkhaltige Böden
Wuchs: raschwüchsiger, sommergrüner Strauch, von Grund auf dicht verzweigt mit dünnen, gebogenen Zweigen, etwa 1 bis 3 m hoch; flaches, weitreichendes Wurzelsystem mit bodenfestigender Wirkung
Blüte: Mai bis Juni, weiß bis gelblich, süßlich duftend; die Blüten stehen charakteristisch paarweise an einem gemeinsamen Stiel
Frucht: leuchtend rote, erbsengroße Beeren, ebenfalls paarweise angeordnet; für Menschen ungenießbar bis schwach giftig, für zahlreiche Vogelarten eine beliebte Nahrung
Ökologischer Wert: Die Blüten bieten Insekten Nektar. Die Blätter dienen den Raupen von mindestens 25 Schmetterlingsarten als Nahrung, darunter Hummelschwärmer und Kleiner Eisvogel. Das dicht verzweigte Gehölz bietet Vögeln außerdem Schutz und Nistmöglichkeiten.
Verwendung: für naturnahe Hecken, Gehölzgruppen, den Unterwuchs größerer Bäume und zur Bodenfestigung
Schnitt: gut schnittverträglich und dadurch auch für regelmäßig gepflegte Hecken geeignet; bei Bedarf kann sie ausgelichtet oder zurückgeschnitten werden
Besonderheiten: Das außergewöhnlich harte und zähe Holz wurde früher für Holznägel, Pfeifenrohre und Peitschenstiele verwendet. Daher stammt auch der Artname xylosteum, sinngemäß „Knochenholz“. Die Gewöhnliche Heckenkirsche gilt außerdem als widerstandsfähig gegenüber Auftausalz und wird aufgrund ihrer Inhaltsstoffe kaum vom Wild verbissen.