Haselnuss 'Rote Zellernuss'
Die Rote Zellernuss verbindet Zierwert und Ertrag: Ihr Laub treibt auffällig rot bis rotbraun aus und färbt sich im Laufe des Sommers zunehmend grün. Dazu kommen dekorative Kätzchen und reichlich schmackhafte Haselnüsse, deren Schale anfangs einen rötlichen Ton zeigt.
Standort: anspruchslos; sonnig bis halbschattig, an unterschiedliche Gartenböden anpassungsfähig; bevorzugt nährstoffreiche, gut durchlässige und nicht zu trockene Böden
Wuchs: breit aufrechter, gut verzweigter Großstrauch; etwa 3 bis 4 m hoch, kann kompakter gehalten werden
Blüte: März bis April; männliche Blüten in langen, hängenden, rötlich bis rotbraunen Kätzchen, weibliche Blüten klein und unscheinbar; Windbestäubung
Frucht: kugelige, anfangs rötliche Haselnüsse; reichtragend, wohlschmeckend und etwa ab Mitte September erntereif
Ökologischer Wert: Die frühen Kätzchen liefern Pollen für Bienen und andere Insekten. Die Haselnüsse sind eine energiereiche Nahrungsquelle für Eichhörnchen, Mäuse und verschiedene Vogelarten, der dichte Wuchs bietet zusätzlich Schutz und Nistmöglichkeiten.
Verwendung: als Frucht- und Zierstrauch für Natur- und Nutzgärten, Gehölzgruppen und lockere Hecken; die Nüsse eignen sich zum Frischverzehr, Rösten und Backen
Schnitt: sehr gut schnittverträglich. Ältere Triebe können regelmäßig bodennah entfernt werden, damit junge, kräftige Triebe nachwachsen und der Strauch licht und vital bleibt.
Besonderheiten: Der rote Blattaustrieb macht die Rote Zellernuss auch optisch besonders attraktiv. Im Laufe des Sommers vergrünt das Laub zunehmend. Für einen guten und regelmäßigen Fruchtertrag empfiehlt sich ein weiterer Haselnussstrauch mit passender Blütezeit in der Umgebung.