Faulbaum, Pulverholz (Frangula alnus)
Der Faulbaum ist ein anpassungsfähiges heimisches Gehölz für frische bis feuchte Gartenbereiche. Besonders wertvoll ist er für die Tierwelt: Seine Blätter sind wichtige Raupennahrung für Schmetterlinge wie Zitronenfalter und Faulbaumbläuling, die Blüten werden von zahlreichen Insekten besucht und die Früchte von Vögeln gefressen.
Standort: anpassungsfähig; sonnig bis schattig, bevorzugt frische bis feuchte und nicht zu nährstoffreiche Böden; verträgt auch Staunässe und kommt mit mäßig trockenen Standorten zurecht
Wuchs: sommergrüner Großstrauch bis kleiner Baum, meist 1 bis 3 m hoch, unter günstigen Bedingungen deutlich höher
Blüte: kleine, unscheinbare grünlich weiße Blüten; lange Blütezeit von Mai bis Juli, mit Nachblüten bis in den Herbst
Frucht: kleine Steinfrüchte, zunächst grün, später rot und bei Reife schwarz; häufig befinden sich gleichzeitig Blüten sowie unterschiedlich reife Früchte am Strauch; für Menschen giftig
Ökologischer Wert: wichtige Raupenfutterpflanze für Zitronenfalter, Faulbaumbläuling und weitere Schmetterlinge. Die Blüten werden von Bienen, Wespen, Fliegen, Käfern und Schmetterlingen besucht. Die Früchte dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Verwendung: für naturnahe Hecken, Wildgehölzpflanzungen sowie frischere und feuchtere Gartenbereiche
Schnitt: pflegeleicht und ohne regelmäßigen Schnitt auskommend; bei Bedarf kann der Strauch ausgelichtet werden. In geschnittenen Hecken ist ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr möglich.
Besonderheiten: Seinen Namen verdankt der Faulbaum dem charakteristischen Geruch seiner frischen Rinde. Aus seinem Holz wurde früher besonders geeignete Holzkohle für die Herstellung von Schwarzpulver gewonnen, daher der Name „Pulverholz“. Alle Pflanzenteile, insbesondere Rinde und Früchte, sind für Menschen giftig.