Haselnuss, Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana)
Die Gewöhnliche Hasel ist ein robuster, heimischer Großstrauch, der schon im Spätwinter Leben in den Garten bringt. Lange vor dem Laubaustrieb erscheinen die gelben Kätzchen, im Herbst reifen die bekannten Haselnüsse. Mit ihrem dichten, mehrstämmigen Wuchs eignet sie sich hervorragend für naturnahe Hecken und größere Gehölzpflanzungen.
Standort: anspruchslos; sonnig bis halbschattig, bevorzugt nährstoffreiche, humose und frische, gut durchlässige Böden; sehr anpassungs- und widerstandsfähig sowie frosthart
Wuchs: sommergrüner, mehrstämmiger Großstrauch bis kleiner Baum mit ausladendem Wuchs, etwa 3 bis 7 m hoch; bildet ein dicht verzweigtes Wurzelsystem und eignet sich dadurch auch zur Bodenfestigung
Blüte: Jänner bis März; auffällige gelbliche männliche Kätzchen und unscheinbare weibliche Blüten. Die Hasel wird vom Wind bestäubt und liefert bereits früh im Jahr reichlich Pollen für Bienen und andere Insekten.
Frucht: essbare Haselnüsse, die im Spätsommer bis Herbst reifen; vielseitig zum Rohverzehr, Backen, Rösten oder zur Ölgewinnung verwendbar
Ökologischer Wert: Die frühen Kätzchen sind eine wichtige Pollenquelle. Die Haselnüsse dienen Eichhörnchen, Mäusen, Spechten, Eichelhähern und vielen weiteren Tieren als energiereiche Nahrung. Der dichte Wuchs bietet Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten. Besonders eng mit der Hasel verbunden ist die Haselmaus, die dichte Sträucher als Lebensraum nutzt und sich im Herbst von den energiereichen Nüssen ernährt.
Verwendung: für naturnahe Hecken, Sichtschutz, Gehölzgruppen und größere Gärten sowie zur Bodenbefestigung; die Nüsse sind ein vielseitig nutzbares Wildobst
Schnitt: sehr schnittverträglich und für Sichtschutz-Hecken geeignet; ältere Sträucher können durch das bodennahe Entfernen einzelner alter Triebe ausgelichtet und verjüngt werden. Auch ein kräftiger Rückschnitt beziehungsweise Auf-den-Stock-Setzen wird gut vertragen.
Besonderheiten: Das biegsame Holz wurde traditionell für Flechtwerk, Stäbe und Werkzeugstiele verwendet. Männliche und weibliche Blüten befinden sich auf derselben Pflanze, öffnen sich jedoch nicht immer gleichzeitig. Eine weitere Hasel in der Umgebung kann deshalb den Fruchtansatz verbessern.
Zu diesem spannenden Gehölz gibt es eine Wildgehölz-Monografie. Alle unsere Monografien sind hier zu finden: regionale-gehoelze.at/wissenswertes/monografien