Eingriffeliger Weißdorn, (Crataegus monogyna)
Der Eingriffelige Weißdorn ist ein robuster heimischer Strauch bis Kleinbaum mit reicher weißer Blüte und leuchtend roten Früchten. Seine dichte Verzweigung und die kräftigen Dornen machen ihn zu einem hervorragenden Hecken- und Vogelschutzgehölz. Im Frühjahr bietet er zahlreichen Insekten Nahrung, im Herbst und Winter profitieren Vögel von seinen Früchten.
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt trockene bis frische, warme Standorte; sehr nasse und staunasse Böden meiden; kommt mit unterschiedlichen Bodenarten gut zurecht
Wuchs: breiter, dicht verzweigter Strauch bis Kleinbaum mit kräftigen Dornen, bis etwa 6 m hoch; bei genügend Platz und baumförmigem Wuchs kann sich eine breite, rundliche Krone entwickeln
Blüte: Mai bis Juni, zahlreiche weiße, duftende Blüten in dichten Schirmrispen
Frucht: leuchtend rote, essbare Früchte; eignen sich unter anderem für Marmelade, Gelee, Saft und Tee
Ökologischer Wert: Zur Blütezeit ist der Weißdorn eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Seine Blätter dienen zahlreichen Schmetterlingsraupen als Futterpflanze, darunter auch dem Segelfalter. Die Früchte werden von vielen Vogelarten gefressen. Das dicht verzweigte, dornige Geäst bietet geschützte Nist- und Rückzugsplätze.
Verwendung: für naturnahe Hecken, Vogelschutzhecken, Gehölzgruppen und als frei wachsender Strauch oder Kleinbaum. Blätter, Blüten und Früchte können verarbeitet werden, die Früchte gelieren besonders gut und eignen sich für Marmeladen und Gelees.
Schnitt: sehr gut schnittverträglich; regelmäßiger Schnitt fördert eine besonders dichte Verzweigung, weshalb er sich gut für Sichtschutz-Hecken eignet. Als frei wachsender Strauch oder Baum benötigt er dagegen nur wenig Schnitt.
Besonderheiten: Die kräftigen Dornen und der dichte Wuchs machen den Eingriffeligen Weißdorn zu einem besonders guten Schutzgehölz für Vögel. Er eignet sich auch gut für exponierte und windige Standorte.