Waldviertler Hochlandkriecherl (Prunus insititia var. alpiana)
Das Waldviertler Hochlandkriecherl ist eine besonders robuste regionale Obst-Rarität mit kleinen, aromatischen Früchten. Es stammt aus dem Waldviertel und ist bestens an raue Bedingungen angepasst. Vom Namen sollte man sich aber nicht täuschen lassen: das Waldviertler Hochlandkriecherl gedeiht nicht nur im Waldviertel, sondern in ganz Österreich.
Standort: anspruchslos; sonnig bis halbschattig, für einen guten Fruchtansatz möglichst sonnig; frosthart und auch für rauere Lagen geeignet
Wuchs: Großstrauch bis kleiner Baum, etwa 4 bis 8 m hoch
Blüte: im Frühjahr, zahlreiche weiße Blüten
Frucht: kleine, aromatische, beim Waldviertler Hochlandkriecherl grüngelbe Früchte; Reife im Spätsommer
Reifezeit: Spätsommer
Ökologischer Wert: Die frühe Blüte bietet Bienen, Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten Nahrung. Die Früchte werden auch von Vögeln und anderen Wildtieren genutzt. Als regionale Obstrarität trägt das Kriecherl außerdem zur Erhaltung genetischer Vielfalt bei.
Verwendung: hervorragend für Marmelade, Kompott, Saft, Likör und Edelbrand; auch für naturnahe Gärten und Streuobstwiesen geeignet
Schnitt: gut schnittverträglich. Als frei wachsenden Obstbaum nur bei Bedarf auslichten. Größere Schnittmaßnahmen vorzugsweise nach der Ernte beziehungsweise im Sommer durchführen.
Besonderheiten: Das Waldviertler Hochlandkriecherl ist eine besonders widerstandsfähige Form des Kriecherls aus dem Waldviertel. Der Name bezeichnet seine ursprüngliche Hernkunft, nicht sein mögliches Pflanzgebiet. Als alte regionale Obstrarität verbindet es Robustheit mit aromatischen Früchten und hohem kulturhistorischem Wert.
Zu diesem spannenden Gehölz gibt es eine Wildgehölz-Monografie. Alle unsere Monografien sind hier zu finden:
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