Feldulme, Iper (Ulmus minor)
Die Feldulme ist ein raschwüchsiges, wärmeliebendes heimisches Gehölz mit hoher Anpassungsfähigkeit. Sie kann sich zu einem stattlichen Baum entwickeln, lässt sich dank ihrer sehr guten Schnittverträglichkeit aber ebenso als dichte Hecke erziehen. Charakteristisch sind die asymmetrischen Blätter und die häufig auffälligen Korkleisten an jungen Zweigen.
Standort: relativ anspruchslos; sonnig bis halbschattig, wärmeliebend und gut hitzeverträglich; bevorzugt nährstoffreiche, frische Böden, verträgt aber auch zeitweise Trockenheit und Nässe. Auch gegenüber weiteren Stressfaktoren wie Luftverschmutzung zeigt sie sich vergleichsweise tolerant.
Wuchs: raschwüchsiger, sommergrüner Großstrauch bis großer Baum; natürlicherweise kann die Feldulme über 20 m hoch werden. Sie bildet häufig Wurzelausläufer und kann nach Rückschnitt kräftig wieder austreiben. Ausgewachsene Bäume entwickeln eine breite Krone und benötigen entsprechend viel Platz.
Blüte: März bis April, kleine, unscheinbare Blüten noch vor dem Laubaustrieb
Frucht: kleine, flache und rundum geflügelte Nüsschen, die bereits im Frühjahr bis Frühsommer reifen und vom Wind verbreitet werden
Ökologischer Wert: Die frühe Blüte liefert Pollen für Insekten. Die Feldulme ist außerdem eine wichtige Raupenfutterpflanze für verschiedene Schmetterlinge, darunter den Ulmen-Zipfelfalter. Krone, Äste und Borke bieten zahlreichen Tieren Nahrung, Schutz und Lebensraum.
Verwendung: als Einzelbaum für größere Gärten und Landschaftspflanzungen sowie sehr gut für naturnahe und geschnittene Hecken; das harte, zähe Holz wurde traditionell für Möbel, Werkzeugstiele und aufgrund seiner Haltbarkeit im Wasser auch im Wasserbau verwendet.
Schnitt: sehr gut schnittverträglich und stark ausschlagsfähig; regelmäßiger Schnitt ermöglicht auch eine kompakte Verwendung als Heckenpflanze. Als frei wachsender Baum benötigt sie nach dem Kronenaufbau nur wenig Schnitt.
Besonderheiten: Junge Zweige tragen häufig charakteristische Korkleisten. Die Feldulme kann grundsätzlich zu einem großen, langlebigen Baum heranwachsen. Das Ulmensterben hat alte Feldulmenbestände stark reduziert, junge Bäume, Stockausschläge und Wurzelsprosse sind jedoch weiterhin verbreitet.