Bruch-Weide (Salix fragilis)
Die Bruch-Weide ist ein schnell wachsender heimischer Baum für sonnige, gut wasserversorgte Standorte. In der Natur begleitet sie Flüsse, Bäche und Auen, im Garten entwickelt sie sich mit ausreichend Platz zu einem stattlichen Einzelbaum. Ihre frühe Blüte bietet Insekten wertvolle Nahrung, die jungen, zähen Triebe eignen sich zum Flechten und auch eine Erziehung zur Kopfweide ist möglich.
Standort: sonnig; bevorzugt feuchte bis frische, gut wasserversorgte Böden und verträgt auch zeitweise Nässe; bei ausreichender Wasserversorgung robust und anpassungsfähig
Wuchs: mittelgroßer, sommergrüner Baum mit großer, ausladender Krone, bis etwa 20 m hoch; frei wachsend kann die Krone deutlich über 8 m breit werden.
Blüte: April bis Mai, typische Weidenkätzchen, die für viele Insekten wichtige Nahrung bieten
Frucht: kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen, behaarten Samen, die durch den Wind verbreitet werden
Ökologischer Wert: Die früh erscheinenden Kätzchen liefern reichlich Pollen und Nektar für Honigbienen, Wildbienen und weitere Insekten. Wie andere heimische Weiden bietet die Bruch-Weide außerdem zahlreichen Kleintieren Nahrung und Lebensraum.
Verwendung: als stattlicher Einzelbaum für größere Gärten, für Bach-, Ufer- und Auenpflanzungen sowie als Kopfweide. Die zähen einjährigen Triebe eignen sich für Flechtzäune und Weidenskulpturen.
Schnitt: sehr gut schnittverträglich. Frei wachsende Bäume benötigen nach dem Aufbau der Krone nur wenig Schnitt. Auch regelmäßiges Köpfen ist möglich und hält den Baum kompakter; Kopfweiden müssen dauerhaft gepflegt und wiederkehrend zurückgeschnitten werden.
Besonderheiten: Ihren Namen verdankt die Bruch-Weide den leicht abbrechenden Zweigbasen. Diese Eigenschaft unterstützt ihre natürliche Vermehrung: Abgebrochene Zweige können mit dem Wasser verdriftet werden und an geeigneten Stellen wieder bewurzeln.